In ChatGPT gefunden werden: Wie KI-Suchen Ihr Unternehmen empfehlen
In ChatGPT gefunden werden: was KI-Suchen über Ihr Unternehmen lesen, was nachweislich hilft und was Sie sich sparen können. Mit Quellen, ohne Tricks.

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr nur Google, sondern ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersicht in der Google-Suche: „Welche Werbeagentur in Linz ist gut?“ oder „Wo gibt es in Leonding ein gutes Mittagsmenü?“ Ob Ihr Unternehmen in der Antwort vorkommt, hängt vor allem davon ab, was im Netz über Sie steht und ob Ihre Website für diese Systeme lesbar ist. Dieser Ratgeber erklärt, was nachweislich hilft und was Sie sich sparen können.
Das Wichtigste in Kürze
- KI-Suchen fassen zusammen, was auf Ihrer Website und auf anderen Seiten über Sie steht.
- Erwähnungen Ihrer Marke auf anderen Websites und auf YouTube hängen laut einer großen Ahrefs-Auswertung am stärksten mit Sichtbarkeit in KI-Antworten zusammen.
- Google verlangt für seine KI-Funktionen keine besonderen Dateien oder Auszeichnungen. Es gelten die normalen Grundlagen der Suche.
- Für ChatGPT muss der Crawler OAI-SearchBot Ihre Website lesen dürfen.
- Massenhaft automatisch erzeugte Seiten verstoßen gegen die Spamrichtlinien von Google und schaden eher.
Was GEO bedeutet
GEO steht für „Generative Engine Optimization“. Gemeint ist alles, was dazu beiträgt, dass KI-Systeme Ihr Unternehmen kennen, richtig beschreiben und bei passenden Fragen nennen. Dazu zählen ChatGPT mit seiner Suchfunktion, Perplexity, Gemini sowie die KI-Übersichten und der KI-Modus in der Google-Suche.
Der Begriff klingt neu, die Arbeit dahinter ist es nur zum Teil. Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt dafür, dass Google Ihre Seiten findet und gut einordnet. GEO baut darauf auf und legt mehr Gewicht darauf, was andere über Sie sagen.
Wie KI-Suchen zu ihren Antworten kommen
Stellen Sie sich eine KI-Suche wie eine sehr schnelle Rechercheurin vor. Sie liest in Sekunden viele Seiten, vergleicht, was dort steht, und formuliert daraus eine Antwort. Häufig zeigt sie die Quellen als Links dazu.
Daraus folgen zwei Dinge:
- Ihre Website muss lesbar sein. Wenn die KI Ihre Seiten nicht abrufen darf oder die wichtigen Informationen nur in Bildern stehen, fehlt ihr das Material.
- Andere Quellen zählen mit. Eine KI verlässt sich nicht nur auf Ihre Selbstbeschreibung. Bewertungen, Branchenverzeichnisse, Zeitungsartikel, Vergleichslisten und Videos fließen mit ein.
Was die Daten zeigen
Das Analyse-Unternehmen Ahrefs hat im Dezember 2025 eine Auswertung zu 75.000 Marken veröffentlicht. Untersucht wurde, welche Merkmale mit Nennungen in ChatGPT, im KI-Modus und in den KI-Übersichten von Google zusammenhängen. Am stärksten war der Zusammenhang bei:
- Erwähnungen der Marke auf YouTube
- Erwähnungen der Marke auf anderen Websites
- Links, deren Linktext den Markennamen enthält
- dem Suchvolumen nach dem Markennamen, also wie oft Menschen gezielt nach Ihnen suchen
Kaum ein Zusammenhang zeigte sich dagegen mit der Zahl der Seiten auf der eigenen Website. Auch klassische Link-Kennzahlen hingen nur schwach mit den Nennungen zusammen. Wichtig dabei: Es handelt sich um Zusammenhänge, nicht um bewiesene Ursachen. Bekannte Marken werden öfter erwähnt und öfter empfohlen, beides verstärkt sich gegenseitig.
Für lokale Unternehmen hat Whitespark in seinem Bericht „Local Search Ranking Factors 2026“ erstmals auch Faktoren für KI-Sichtbarkeit abgefragt. Weit vorne landen dort die Aufnahme in Listen wie „die besten Betriebe in …“, eigene Seiten für jede Leistung und Erwähnungen auf Websites der eigenen Branche. Der Bericht beruht auf der Einschätzung von Fachleuten, nicht auf einer Messung, gibt aber eine gute Richtung vor.
Was nachweislich hilft
Eine klare Website
- Eine eigene Seite für jede Leistung. Beschreiben Sie auf jeder Seite, was Sie anbieten, für wen und wo. Beantworten Sie die Fragen, die Kundinnen und Kunden am Telefon wirklich stellen.
- Wichtiges als Text. Öffnungszeiten, Adresse, Leistungen und Speisekarte gehören als lesbarer Text auf die Seite, nicht nur als Bild oder PDF. Google nennt das ausdrücklich als Grundlage.
- Klare Angaben zum Unternehmen. Wer steht dahinter, seit wann, in welchem Ort? Eine gute Über-uns-Seite und ein vollständiges Impressum helfen Menschen und Maschinen.
Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil
Google nennt für die lokale Suche drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben werden laut Google eher angezeigt, und Bewertungen samt Antworten tragen zur Bekanntheit bei. Ein gepflegtes Profil ist zudem eine öffentlich sichtbare Quelle mit Adresse, Öffnungszeiten und Bewertungen, die auch KI-Suchen auswerten können. Eine Anleitung finden Sie im Ratgeber Google-Unternehmensprofil optimieren.
Überall dieselben Angaben
Verwenden Sie überall denselben Namen, dieselbe Adresse und dieselbe Telefonnummer: auf der Website, im Google-Profil, auf Facebook und Instagram, in Branchenverzeichnissen und bei Herold oder Firmen A bis Z der WKO. Widersprüche machen es für jede Maschine schwerer, Sie eindeutig zuzuordnen.
Erwähnungen auf anderen Seiten
Das ist der Teil, der am meisten Geduld braucht und laut Daten am meisten bringt:
- Berichte in Regionalmedien, etwa über ein Jubiläum, ein Projekt oder ein Sponsoring
- Einträge auf Partnerseiten von Lieferanten, Verbänden oder Veranstaltungen
- Aufnahme in Vergleichslisten und Branchenportale
- Videos auf YouTube, ob von Ihnen selbst oder in denen Sie vorkommen
- Regelmäßige, echte Bewertungen von zufriedenen Kundinnen und Kunden
Gekaufte Bewertungen oder erfundene Erwähnungen sind keine Abkürzung. Sie verstoßen gegen die Regeln der Plattformen und können rechtliche Folgen haben.
Die technische Tür offen lassen
OpenAI betreibt mehrere Crawler, also Programme, die Websites automatisch lesen. Für die Suche in ChatGPT ist der OAI-SearchBot zuständig. OpenAI empfiehlt, ihn in der robots.txt zu erlauben, wenn Sie in ChatGPT-Suchergebnissen erscheinen wollen. Websites, die ihn sperren, werden dort laut OpenAI nicht angezeigt. Davon getrennt ist der GPTBot, der Inhalte für das Training der Modelle sammelt. Sie können ihn sperren, ohne die Suche zu blockieren.
Für Google gilt: Ihre Seiten müssen im Index sein und in der normalen Suche mit einem Textauszug erscheinen dürfen. Mehr braucht es für die KI-Übersichten laut Google nicht.
Was Sie sich sparen können
Spezielle Dateien und Auszeichnungen
Google schreibt in seiner Dokumentation, dass es keine zusätzlichen Anforderungen und keine besonderen Optimierungen für die KI-Übersichten oder den KI-Modus gibt. Neue maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien oder spezielle strukturierte Daten seien dafür nicht nötig. Eine llms.txt-Datei schadet nicht, ist aber nach den Angaben von Google für die Google-Suche keine Voraussetzung.
Massenseiten für jede Stadt
Manche Anbieter erzeugen hunderte Seiten nach dem Muster „Werbeagentur Wels“, „Werbeagentur Steyr“, „Werbeagentur Freistadt“ mit fast gleichem Text. Google bezeichnet das Erzeugen vieler Seiten, die vor allem Rankings beeinflussen sollen und Nutzern wenig bringen, als „Scaled Content Abuse“, also als Spam. Das kann der ganzen Website schaden. Die Ahrefs-Daten zeigen zudem, dass die reine Seitenzahl kaum mit KI-Sichtbarkeit zusammenhängt.
Versprechen von Garantien
Niemand kann garantieren, dass ChatGPT Ihr Unternehmen nennt. Die Antworten ändern sich je nach Frage, Ort und Zeitpunkt. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die eine feste Platzierung in KI-Antworten versprechen.
So prüfen Sie Ihren Stand selbst
- Fragen Sie ChatGPT, Perplexity und Gemini so, wie Ihre Kundschaft fragen würde, zum Beispiel „Gutes Restaurant für Firmenfeiern in Leonding“.
- Notieren Sie, ob Ihr Unternehmen vorkommt und welche Quellen verlinkt sind.
- Prüfen Sie, ob die Angaben stimmen: Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen.
- Wiederholen Sie das einmal im Monat mit denselben Fragen.
Die verlinkten Quellen zeigen Ihnen, wo Sie nachbessern können. Taucht dort ein Verzeichnis mit alten Öffnungszeiten auf, ist das der erste Punkt auf der Liste.
Wie edz dabei unterstützt
Wir sind eine Werbeagentur in Leonding bei Linz und behandeln GEO als Teil von guter Suchmaschinenoptimierung. Wir prüfen, wie Ihr Unternehmen heute in ChatGPT, Perplexity und Gemini vorkommt, und arbeiten danach an Website, Unternehmensprofil und Erwähnungen. Mehr dazu auf der Seite SEO-Agentur Linz. Einen ersten Überblick über Ihre Website bekommen Sie mit unserem Check. Wenn Sie einen KI-Assistenten auf der eigenen Website planen, lesen Sie auch den Ratgeber zu KI-Chatbots und dem AI Act.
Häufige Fragen
Kann ich dafür bezahlen, dass ChatGPT mein Unternehmen empfiehlt?
Nein, einen offiziellen Weg dafür gibt es nicht. ChatGPT, Perplexity und die KI-Antworten in Google stützen sich auf Inhalte aus dem Netz. Sie beeinflussen das Ergebnis also nur indirekt, über gute Inhalte auf Ihrer Website und darüber, was andere über Sie schreiben.
Brauche ich eine llms.txt-Datei?
Google schreibt ausdrücklich, dass für die KI-Funktionen der Suche keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder besonderen Auszeichnungen nötig sind. Eine solche Datei schadet nicht, ersetzt aber keine der Maßnahmen aus diesem Ratgeber.
Muss ich in der robots.txt etwas für ChatGPT einstellen?
Prüfen Sie, ob der Crawler OAI-SearchBot nicht gesperrt ist. OpenAI nutzt ihn, um Websites in der Suche von ChatGPT anzuzeigen. Wer ihn blockiert, erscheint dort laut OpenAI nicht in den Antworten. Das Training der Modelle steuert ein anderer Crawler namens GPTBot, den Sie getrennt erlauben oder sperren können.
Wie schnell wirkt GEO?
Technische Punkte wie eine offene robots.txt wirken, sobald die Seiten neu gelesen werden. Erwähnungen, Bewertungen und Einträge in Vergleichslisten bauen sich über Monate auf. Rechnen Sie mit einem langfristigen Vorhaben, nicht mit einer schnellen Kampagne.
Ist GEO etwas anderes als SEO?
Zum großen Teil nicht. Google sagt selbst, dass für die KI-Übersichten dieselben Grundlagen gelten wie für die normale Suche. Neu ist vor allem, dass Erwähnungen Ihrer Marke auf anderen Websites und Plattformen noch mehr Gewicht bekommen.
Quellen
- Google Search Central, KI-Funktionen und Ihre Website
- Ahrefs, Studie zu KI-Markensichtbarkeit (75.000 Marken, Dezember 2025)
- Whitespark, Local Search Ranking Factors 2026
- OpenAI, Overview of OpenAI Crawlers
- Google Search Central, Spamrichtlinien für die Google Websuche
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