Wochenangebote vom Supermarkt auf Social Media richtig zeigen

Wochenangebote Supermarkt Social Media: wie Sie Aktionen jede Woche auf Instagram, Facebook, WhatsApp und der eigenen Website zeigen, Schritt für Schritt.

Wochenangebote eines Supermarkts funktionieren auf Social Media dann gut, wenn sie jede Woche zur gleichen Zeit, im gleichen Look und auf allen Kanälen gleichzeitig erscheinen: als Beitrag und Story auf Instagram und Facebook, als kleine bezahlte Anzeige im Umkreis des Geschäfts, im WhatsApp-Kanal, auf der eigenen Website und im Geschäft selbst. Entscheidend sind ein klarer Wochenablauf und eine Vorlage, in der Produkt und Preis auf den ersten Blick lesbar sind.

Dieser Ratgeber richtet sich an Inhaberinnen und Inhaber von eigenständigen Supermärkten, internationalen Lebensmittelgeschäften und kleinen Ketten in Österreich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein fester Wochentag für die neuen Angebote schafft Gewohnheit bei der Kundschaft.
  • Pro Bild ein Hauptprodukt, ein großer Preis und klar sichtbar „gültig von bis“.
  • Dieselben Angebote gehören gleichzeitig auf Instagram, Facebook, WhatsApp, die Website und ins Geschäft.
  • Eine kleine Anzeige mit engem Umkreis um das Geschäft erreicht genau die Menschen, die vorbeikommen können.
  • Preisangaben in der Werbung müssen den Regeln der Preisauszeichnung entsprechen.
  • Messen Sie, was an der Kassa passiert, nicht nur die Likes.

Warum das Papier-Flugblatt allein nicht mehr reicht

Das gedruckte Flugblatt hat seinen Platz, vor allem bei älterer Kundschaft. Viele Menschen schauen aber zuerst auf das Handy, bevor sie einkaufen gehen. Wer dort nichts findet, geht vielleicht zum Diskonter nebenan, dessen Angebote in der App stehen.

Ein „digitales Flugblatt“ heißt nicht, das Papier einfach abzufotografieren. Auf einem Handybildschirm sind zwanzig Produkte mit kleinen Preisen nicht lesbar. Digital braucht es eigene Formate: wenige Produkte pro Bild, große Zahlen, ruhiger Hintergrund. Wenn Sie zusätzlich Papier drucken, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber zum Flyer gestalten lassen.

Die Kanäle im Überblick

Jeder Kanal hat eine andere Aufgabe. Die folgende Tabelle zeigt, wofür Sie welchen Kanal nutzen.

Kanal Aufgabe Format
Instagram und Facebook Beitrag Wochenübersicht, bleibt im Profil sichtbar Quadrat oder Hochformat, mehrere Bilder zum Wischen
Story Einzelne Produkte unter der Woche, Erinnerung Hochformat, ein Produkt pro Bild, verschwindet nach 24 Stunden
Bezahlte Anzeige Menschen im Umkreis erreichen, die Ihnen noch nicht folgen Beitrag oder Story mit engem Umkreis
WhatsApp-Kanal und Status Stammkundschaft direkt am Handy erreichen Ein Bild mit den Top-Angeboten, kurzer Text
Eigene Website Dauerhafte Angebotsseite, auffindbar über Google Liste oder Bildergalerie mit Gültigkeit
Im Geschäft Wiedererkennung am Regal Plakat, Regalstopper, Bildschirm an der Kassa

Instagram und Facebook: Beitrag und Story

Der Beitrag (auch „Post“ genannt) bleibt dauerhaft in Ihrem Profil. Er eignet sich für die Wochenübersicht. Auf Instagram können Sie mehrere Bilder in einem Beitrag zusammenfassen, die man zur Seite wischt. Das erste Bild zeigt das stärkste Angebot, die folgenden Bilder jeweils ein bis vier weitere.

Eine Story ist ein Hochformat-Bild oder kurzes Video, das nach 24 Stunden wieder verschwindet. Stories eignen sich, um unter der Woche an einzelne Produkte zu erinnern: frisches Obst am Mittwoch, Fleisch vor dem Wochenende. Facebook und Instagram gehören zum selben Unternehmen, Meta. Sie können Beiträge in einem Schritt auf beiden Plattformen veröffentlichen.

Bezahlte Anzeigen mit Umkreis

Mit einer bezahlten Anzeige (Meta Ads) erscheint Ihr Angebot auch bei Menschen, die Ihrem Profil nicht folgen. Der wichtigste Punkt für einen Supermarkt ist die Ortsauswahl: Sie können eine Adresse eingeben und einen Umkreis darum festlegen. So sehen die Anzeige vor allem Menschen, die realistisch bei Ihnen einkaufen. Ein Geschäft in Linz braucht keine Reichweite in Wien.

Halten Sie die Anzeige einfach: das stärkste Angebot der Woche, die Adresse oder der Stadtteil im Text, die Gültigkeit. Die Anzeige läuft nur so lange wie das Angebot gilt.

WhatsApp-Kanal und Status

Ein WhatsApp-Kanal ist laut WhatsApp ein Werkzeug für Mitteilungen in eine Richtung: Sie senden, Ihre Follower lesen. Wer Ihrem Kanal folgt, gibt dabei seine Telefonnummer nicht an Sie oder andere Follower weiter. Für viele Kundinnen und Kunden ist das angenehmer als eine Gruppe.

Der WhatsApp-Status funktioniert ähnlich wie eine Story und ist, je nach Datenschutzeinstellung, für Kontakte sichtbar, die Ihre Geschäftsnummer gespeichert haben. Ein Hinweis an der Kassa („Folgen Sie unseren Angeboten auf WhatsApp“) mit einem QR-Code hilft beim Aufbau. Ein QR-Code ist ein quadratisches Muster, das man mit der Handykamera scannt, um direkt zum Kanal zu kommen.

Die eigene Website

Social-Media-Beiträge rutschen schnell nach unten. Eine eigene Angebotsseite auf Ihrer Website bleibt, ist über Google auffindbar und lässt sich überall verlinken: im Instagram-Profil, im WhatsApp-Kanal und im Google Unternehmensprofil. Die Seite sollte jede Woche aktualisiert werden, sonst stehen dort abgelaufene Preise. Das wirkt unzuverlässig.

Im Geschäft

Die Angebote aus dem Handy müssen im Geschäft wiederzufinden sein. Nutzen Sie dieselben Farben und dieselbe Schrift auf Plakaten und Regalschildern. Wer ein Produkt auf Instagram gesehen hat, soll es am Regal sofort erkennen.

Der Wochenablauf in sechs Schritten

Ohne festen Ablauf wird die Aktion jede Woche zum Stress. Ein Beispiel, das Sie an Ihren Rhythmus anpassen können, wenn die Angebote etwa von Montag bis Samstag gelten:

  1. Produkte und Preise festlegen (zum Beispiel am Mittwoch der Vorwoche): Welche Artikel, welcher Preis, welche Menge, welche Gültigkeit. Am besten in einer einfachen Liste, die immer gleich aussieht.
  2. Gestaltung (Donnerstag): Die Liste wird in die feste Vorlage übertragen. Produktfotos werden ausgewählt oder neu gemacht.
  3. Freigabe (Freitag): Sie oder eine verantwortliche Person prüfen jeden Preis, jede Menge und jedes Datum. Ein falscher Preis in der Werbung sorgt an der Kassa für Ärger.
  4. Veröffentlichen (Sonntagabend oder Montag früh): Beitrag, Story und WhatsApp gehen gleichzeitig raus.
  5. Anzeige starten (Montag): Die bezahlte Anzeige läuft von Montag bis zum letzten Gültigkeitstag.
  6. Website und Geschäft (Montag): Angebotsseite aktualisieren, alte Angebote entfernen, Plakate im Geschäft tauschen.

Unter der Woche folgen zwei bis drei Stories mit einzelnen Produkten. Am letzten Tag reicht eine kurze Erinnerung: „Nur noch heute“.

Gestaltungsregeln für Angebotsbilder

Ein Hauptprodukt pro Bild

Das Auge braucht einen Einstieg. Ein Bild mit einem großen Produkt und einem großen Preis wird schneller verstanden als ein Raster mit zwölf kleinen Artikeln. Wenn Sie mehrere Produkte zeigen, dann höchstens vier pro Bild und mit einem klaren Hauptprodukt.

Der Preis muss lesbar sein

Der Preis ist die wichtigste Information. Er sollte groß sein, einen starken Kontrast zum Hintergrund haben und nicht über ein unruhiges Foto laufen. Nennen Sie auch die Menge, zum Beispiel „1 kg“ oder „500 g“. Ein rein illustratives Beispiel: „Tomaten, 1 kg, 1,49“. Ohne Mengenangabe kann niemand den Preis einordnen.

Beachten Sie die Regeln zur Preisauszeichnung. Die Wirtschaftskammer weist darauf hin, dass bei Preisangaben, auch freiwilligen in der Werbung, immer der Bruttopreis anzugeben ist, also inklusive aller Steuern und Abgaben. Zum Grundpreis (Preis pro Kilo oder Liter) gibt es eigene Vorgaben und Ausnahmen für kleine Betriebe. Klären Sie Ihre Situation im Zweifel mit der WKO.

Gute Produktfotos

Unscharfe, dunkle Handyfotos lassen auch gute Ware billig aussehen. Achten Sie auf:

  • Tageslicht oder gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten
  • ruhiger, heller Hintergrund
  • das Produkt füllt das Bild gut aus
  • bei Frischware echte Fotos aus Ihrem Geschäft, keine Bilder aus dem Internet, an denen Sie keine Rechte haben

Herstellerfotos von Markenprodukten sind oft in guter Qualität verfügbar. Fragen Sie Ihren Lieferanten, ob Sie diese verwenden dürfen.

Eine feste Vorlage

Jede Woche ein anderes Design verwirrt. Eine feste Vorlage mit Ihren Farben, Ihrem Logo und immer gleichem Platz für Produkt, Preis und Datum sorgt dafür, dass man Ihre Angebote beim Durchscrollen sofort erkennt. Sie spart außerdem Zeit, weil nur noch Inhalte getauscht werden.

Gültigkeit „gültig von bis“

Jedes Angebotsbild braucht ein klares Datum, zum Beispiel „gültig von 6. bis 11. Oktober“. Ohne Datum wissen Kundinnen und Kunden nicht, ob der Preis noch gilt. Das schützt auch Sie vor Diskussionen an der Kassa. Ergänzen Sie „solange der Vorrat reicht“, wenn die Menge begrenzt ist.

Mehrere Sprachen

Viele Supermärkte in Linz, Wels oder Steyr haben eine internationale Kundschaft. Wenn ein großer Teil Ihrer Kundschaft zum Beispiel Türkisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch oder Arabisch spricht, zeigen Sie den Produktnamen zusätzlich in dieser Sprache. Zwei Wege sind üblich: zwei Sprachen auf einem Bild, mit Deutsch zuerst, oder getrennte Versionen für unterschiedliche Kanäle. Preis, Menge und Datum bleiben überall gleich.

Was Sie messen sollten

Likes zeigen, dass ein Bild gesehen wurde. Ob es wirkt, sehen Sie an der Kassa. Beobachten Sie diese Punkte:

  • Verkaufsmenge der beworbenen Artikel im Vergleich zu einer Woche ohne Aktion
  • Reichweite der Beiträge und Anzeigen: Wie viele Menschen haben sie gesehen?
  • Wie oft wurde die Anzeige angeklickt oder die Route zum Geschäft aufgerufen?
  • Zahl der Follower im WhatsApp-Kanal und auf Instagram über die Monate
  • Besuche auf Ihrer Angebotsseite

Fragen Sie an der Kassa gelegentlich nach: „Haben Sie das Angebot auf Instagram oder WhatsApp gesehen?“ Das ist einfach und sagt oft mehr als jede Statistik. Notieren Sie die Ergebnisse jede Woche in einer kurzen Liste. Nach zwei bis drei Monaten sehen Sie, welche Produkte und welche Kanäle für Ihr Geschäft funktionieren.

Häufige Fehler

  • Das Papier-Flugblatt wird eins zu eins als Foto gepostet.
  • Das Datum fehlt, alte Angebote bleiben auf der Website stehen.
  • Jede Woche ein anderes Design.
  • Die Anzeige läuft für ganz Oberösterreich statt für die Umgebung des Geschäfts.
  • Preise in der Werbung stimmen nicht mit den Regalschildern überein.

So arbeiten wir

edz ist eine Werbeagentur in Leonding bei Linz. Wir gestalten Wochenangebote für Supermärkte in Oberösterreich, veröffentlichen sie auf Instagram und Facebook, betreuen die bezahlten Anzeigen und stellen die Angebote auf die Website des Geschäfts. Der Ablauf ist jede Woche derselbe, damit Sie nur noch Produkte und Preise liefern und freigeben. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Supermarkt-Werbung, bei Fragen erreichen Sie uns über Kontakt.

Häufige Fragen

Wie oft soll ein Supermarkt Angebote auf Instagram posten?

Ein fester Rhythmus ist wichtiger als eine hohe Zahl. Bewährt hat sich ein Beitrag mit den Wochenangeboten am selben Wochentag, dazu mehrere kurze Stories unter der Woche mit einzelnen Produkten. So wissen Ihre Kundinnen und Kunden, wann sie nachschauen können.

Reicht ein Foto vom Papier-Flugblatt als Beitrag?

Meistens nicht. Ein abfotografiertes Flugblatt ist am Handy zu klein, die Preise sind kaum lesbar und das Bild wirkt unruhig. Besser ist ein eigenes Format für das Handy mit wenigen Produkten pro Bild und großen Preisen.

Lohnt sich bezahlte Werbung auf Facebook und Instagram für einen einzelnen Supermarkt?

Für ein Geschäft mit Stammkundschaft aus der Umgebung kann eine kleine Anzeige mit engem Umkreis sinnvoll sein, weil sie genau die Menschen erreicht, die zum Einkaufen vorbeikommen können. Ob es sich rechnet, sehen Sie nur, wenn Sie Aktionsware an der Kassa gesondert beobachten und ein paar Wochen vergleichen.

Muss ich bei Angeboten in Social Media auf Preisregeln achten?

Ja. In Österreich gilt das Preisauszeichnungsgesetz auch dann, wenn Sie freiwillig in der Werbung Preise nennen, zum Beispiel muss der Endpreis inklusive Steuern angegeben sein. Für Details zu Grundpreis und Ausnahmen für kleine Betriebe ist die Wirtschaftskammer die richtige Anlaufstelle.

In welcher Sprache sollen die Angebote erscheinen?

In der Sprache Ihrer Kundschaft. Viele Supermärkte mit internationalem Sortiment zeigen den Produktnamen auf Deutsch und zusätzlich in einer zweiten Sprache. Preis, Menge und Gültigkeit sollten aber in jeder Version gleich und eindeutig sein.

Quellen

  1. WKO, Preisauszeichnung, allgemeine Grundsätze
  2. WKO, Grundpreisauszeichnung bei Sachgütern
  3. WhatsApp Blog, Einführung der WhatsApp-Kanäle

Alle Angaben ohne Gewähr. Rechtliche Fragen klären Sie bitte mit der Wirtschaftskammer oder Ihrer Rechtsberatung.

Weiterlesen

Mehr aus dem Ratgeber.

Alle Ratgeber

Kostenlos und unverbindlich

Wie gut wird Ihr Unternehmen gefunden?

Kostenloser Web & Google Check: Wir prüfen Ihre Website, Ihr Google-Profil und Ihre Sichtbarkeit in KI-Suchen und schicken Ihnen innerhalb von 48 Stunden einen kurzen Bericht mit den drei wichtigsten Hebeln.

Kein Verkaufsgespräch, wenn Sie keines wollen.

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.